Bariloche

Die Farbenpracht im Nationalpark Nahuel Huapi.

San Carlos de Bariloche

(Lesezeit: 7min)

Direkt am weitläufigen Gletschersee Nahuel Huapi erstreckt sich dieses bezaubernde Städtchen inmitten des gleichnamigen, knapp über 7000km² großen Nationalparks. Nach zwei aufeinanderfolgenden Nachtbusfahrten auf der berühmten Ruta 40 bin ich im nördlichen Teil Patagoniens angekommen. Das Klima unterschied sich deutlich von der teilweise gnadenlosen Witterung am Südzipfel Südamerikas. Angenehm warmer, strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und absolute Windstille begrüßten mich. 

Nationalpark Nahuel Huapi

Aus der Vielzahl der möglichen Trekkingtouren entschied ich mich für eine Wanderung zum Refugio Frey auf 1700m. Endlich wieder in Bewegung, dachte ich mir, und stampfte entschlossen los. Bei ebenso perfekten Wetter ging es im relativ flachen Gelände durch eine sagenhafte bunte Blumen-, Wald- und Seenlandschaft. Ein wahres Meer aus Düften und Farben!

Cerro Catedral

Auf den letzten paar Kilometer dieser Tagestour wird der Weg etwas steiler und die dichte, üppige Vegetation weicht dem felsigeren Untergrund. Ein Tipp an dieser Stelle: Sollte man nicht gerade in den Sommermonaten hier vorbeikommen, kann man in diesem beeindruckenden Cerro Catedral Massiv von Juni bis Oktober auf 120 Pistenkilometer seine Schwünge ziehen.

Felsklettern nahe dem Refugio Frey

Laguna Toncek

Am Ziel angekommen, kam ich aus dem Staunen nicht heraus. Das klare Wasser der Laguna Toncek erstrahlte in Tiefblau und die umliegenden Felsbrocken und Steine leuchteten in allen Rottönen. Es schien sogar so als wären sie sorgsam auf die grünen und gelben Wiesen- und Moosflächen gelegt worden. Voller Faszination fotografierte ich das von Natur aus perfekt angelegte Plateau, eingekesselt vom Cerro Catedral Massiv, von allen Winkeln und Perspektiven bevor ich mich vor dem Steinhaus und Refugio Frey hinsetzte und meine Jause auspackte.