Bali

Gelebte Vielfalt auf kleinem Raum.

(Lesezeit: 8 min)

Mit Rocky Fast Cruise, einer der vielen Fährenbetreiber, ging es wieder zurück auf die Insel Bali. Die Tage zuvor verbrachte ich auf eigene Faust auf den umliegenden kleineren Inseln der gleichnamigen Provinz. (Blog: "Kleine Sundainseln")

I Nyoman Lanus, ein absolut verlässlicher und engagierter Fahrer, holte mich von der Anlegestelle der Fähren in Sanur ab, und brachte mich zu meiner neuen Bleibe im Hochland von Bali. Ein großes Holztor, fein verziert, war der Eingang zu dem gebuchten Doppelzimmer Deluxe in Ubud. Erstaunt über das Preis-Leistungsverhältnis, erfreute ich mich über das eigene Häuschen und den liebevoll dekorierten Vorgarten - Räumlichkeiten welche mir die nächsten beiden Tage zur Verfügung standen. Nach einem (kleinen) Freudentanz, spazierte ich zu Fuß ins unweite Stadtzentrum. Dort hatte ich nämlich ein verlockendes Rendez-vous.

Provinz Bali - Die gesamte Route (13 Tage)

Die Bali-Truppe

Ubud & Umgebung

In einem schicken Restaurant in der Monkey Forest Street traf ich die beiden Neuankömmlinge Julia und Maxi. Zu dritt wollten wir die westlichste der Kleinen Sundainseln entdecken. Die hinduistisch geprägte Insel Bali (über 90% der Bevölkerung) bietet imposante Tempelanlagen, typisch karge Lavalandschaften und Vulkane, aber auch eine eindrucksvolle Unterwasserwelt, um nur ein paar touristische Highlights zu nennen. Die Kunst ist ebenso allgegenwärtig. So findet man viele handgemachte Schätze rund um die Malerei, Holzschnitzerei und das Gold- und Silberhandwerk. Darüber hinaus bietet die Insel ein Sportangebot zu Wasser und Land, welches jede Aktivurlauberin ins Schwärmen kommen lässt. Gibt es irgendetwas was Bali nicht anbietet? :)


Während dem Abendessen machten wir uns fleißig ans Pläne schmieden. Die Entscheidung fiel schlussendlich auf eine Tagestour nach touristischer Manier mit unserem bekannten Fahrer I Nyoman, um die Umgebung von Ubud besser kennenzulernen. 

Das Leben auf den Reisfeldern..

Die erste Station unserer Tour war eine der vielen Gold- und Silberschmieden im Umland von Ubud (Tipp: Die Preisverhandlung ist fester Bestandteil des Geschäfts und wird von den Geschäftsleuten erwartet). Nach erfolgreicher Investition machten wir einen kleinen Spaziergang durch die terrassierten Reisfelder. Eine kleine Abkühlung am Tegenungan Wasserfall gab es auch noch bevor es zum Mittagessen ging. I Nyoman führte uns in ein Restaurant, bekannt für sein "circling pig" - gegrilltes Schweinefleisch. Hungrig von der bisherigen Tour ließen wir uns diese Köstlichkeit schmecken, bei jeder Bestellung stets mit der Betonung "not spicy, not spicy", was soviel heißt wie "nicht scharf". Die Entscheidung, ob dieser Zusatzwunsch nützlich sein kann oder nicht, liegt natürlich bei jedem selbst.. ;)

Affen sind häufige Begleiter auf der Insel..

auf der Straße..

im Park..

am Friedhof..

ein Auszug der süßen Leckereien..

Eispalatschinke mal andersfarbig...

Genug Milch für 3 Personen - hmm lecker!

Beliebtes Frühstück: Palatschinke mit Bananenstücke

Ein gewagtes Experiment.. hausgemachte Bounty

Luwak Kaffee

Mehr über die Herstellung und den Geschmack des hochpreisigen Luwak Kaffees, auch Katzenkaffee oder eben die teuerste Kaffeebohne der Welt genannt, lernten wir hautnah beim Besuch der Luwak Coffee Plantation kennen. Ob es eine Antwort auf die Frage "Warum" gibt, muss jeder für sich selbst herausfinden.. :)

Ostküste & Vulkanbesteigung

Auf der Weiterfahrt zur Ostküste konnten wir vielerorts Rituale, wie die tägliche Opfergabe vor dem Essen, oder verschiedenste Zeremonie-Vorbereitungen beobachten. Diese regelmäßigen familiären Zusammenkünfte und ortsumfassenden Festlichkeiten spielen eine zentrale Rolle in der balinesischen Bevölkerung, die wir mit unserem Fahrer in interessanten Gesprächen noch ausführlicher beleuchteten. 

Amed Beach

Am vielversprechenden Schnorchelstrand Amed Beach angekommen, nutzte ich die Zeit, um die bezaubernde Unterwasserwelt zu bestaunen. Es bietet sich eine erstaunliche Vielfalt an bunten Fischen und Korallen an diesem noch eher versteckten Plätzchen!

Tipp: Der schwarze Strandabschnitt des Amed Beach ist meiner Meinung nach nicht vorrangig für SonnenanbeterInnen ausgerichtet, sondern vielmehr für Reisende, die es etwas ruhiger haben möchten. Ich empfand diesen Teil der Ostküste als weniger touristisch und nicht so stark überlaufen wie andernorts beobachtet. Schätzt man darüber hinaus das vielfältige Angebot der Tauchschulen und die Nähe zu den Bergen, dann lässt es sich hier schon ein schönes Weilchen aushalten.

Weiter geht's. Nach dieser langersehnten und entspannenden Abkühlung stand schon das nächste Abenteuer am Programm: die Besteigung des Vulkans Batur noch in derselben Nacht. Die Gespanntheit war groß, als der Wecker um 03:00 läutete.
Tipp: Obwohl die Wanderung einfach ist, sollte man die Besteigung mit einem lokalen Guide durchführen; Übernachtung im Black Lava Hostel nahe dem Batur See beschert einen traumhaften Ausblick und bietet ein Außenpool mit Thermalwasser!

Nach dem frühen Start und der Wanderung ging es wohlverdient in die Batur Natural Hot Springs zum Entspannen - sehr empfehlenswert!

Eine sich lohnende Sonnenaufgangs-Tour auf den Vulkan Batur (1717m)


Blick in Richtung Gunung Agung, die höchste Erhebung auf der Insel Bali mit 3031m

Nordküste

Das Ende der Reise nahte und allesamt beschlossen wir noch eine gemütliche Zeit am Meer zu verbringen. Dafür gab es für uns keinen besseren Ort als Lovina, an der Nordküste Balis. So trieben wir auf dem Jukung, ein indonesisches Auslegerkanu aus Holz, gen Sonnenuntergang..


Lovina

Mit Erik Suriadi erlebten wir eine entspannte und spaßige Zeit am Wasser.

Sonnenuntergangs-Tour: schnorcheln oder einfach in den am Jukung montierten Hängematten die Seele baumeln lassen,  Musik und Erfrischungsgetränke falls gewünscht.. :) 


Sonnenaufgangs-Tour: viele Boote fahren früh morgens raus zu den Delphinen. Mit respektvollem Abstand wartet man mit Eriks Boot auf eine Begegnung mit den verspielten Tieren.

Unterkünfte gibt es für jedes Budget..

Doppelzimmer Deluxe -  ein kleines Häuschen (Muka House @ Ubud)

Ein romantisches Freiluftstockbett (Funky Place @ Lovina)

Südküste

Ein letzter Abstecher, bevor es wieder nach Denpasar zum internationalen Flughafen ging, führte mich auf die Nusa Dua. Als Halbinsel im Süden von Bali ragt sie in den indischen Ozean hinein. Bekannt ist dieser Landabschnitt für den guten Swell, um den durch den Wind hervorgerufenen Seegang in der Surfersprache auszudrücken. Viel Zeit blieb mir nicht am Uluwatu Beach. Dennoch war es ein aufregendes Spektakel die wagemutigen SurferInnen zu beobachten - während einem letzten Nasi Goreng "not spicy" und einem erfrischenden Bintang.

DATEN & FAKTEN

Land: Indonesien
Inseln: Bali
Internationaler Flughafen: Denpasar DPS
Mein Reisemonat: Juli
Reisedauer gesamt: 13 Tage, davon 8 Tage in Bali

WISSENSWERTES & ERSTE SCHRITTE

Transport per privaten Fahrer, Bus oder Mofa - Achtung Linksverkehr! Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen rund um größere Ortschaften und dem regen Straßenleben in ländlichen Gebieten, sollte man für die Wegstrecken genug Zeit einplanen. Meiner Erfahrung nach mindestens das Doppelte, je nach Gebiet.
 

Buchung einer Fähre zu den weiteren Inseln: Rocky 

Für Individualreisende empfehle ich den Blog "Kleine Sundainseln" zur Inspiration.